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Freitag, 31. Januar 2014

Literaturstreit


Dem Daten-Messie wurde gestern folgende Nachricht zugeschickt:
Literaturstreit zweier Betrunkener in Russland endet tödlich:
Ein Streit zweier betrunkener Russen über die jeweiligen Vorzüge von Poesie und Prosa hat ein tödliches Ende genommen: Die Diskussion der beiden Männer eskalierte so sehr, dass der Poetik-Verfechter den Prosa-Fan erstach, wie die Ermittler in der Region Swerdloswk mitteilten.
Demnach ereignete sich der Vorfall in der Stadt Irbit im Ural. "Die Saufkumpane begannen einen Streit darüber, welche Literaturgattung - Poesie oder Prosa - bedeutender ist", erklärten die Ermittler.

"Der Gastgeber bestand darauf, dass echte Literatur Prosa ist, während sein Gast, ein ehemaliger Lehrer, sich für Poesie stark machte." Die Diskussion habe sich zunehmend zu einem heftigen Streit entwickelt.
Auch Philososphie-Streit eskalierte:
Schließlich habe der 53-jährige Poesie-Liebhaber seinen Gegner mit einem Messer getötet. Der Mann wurde demnach festgenommen, als er sich im Haus eines Freundes versteckte.

Im vergangenen September war in Rostow am Don ein Streit zweier betrunkener Russen über den Philosophen Immanuel Kant eskaliert: Einer der beiden Streithähne schoss dem anderen in den Kopf. Das Opfer überlebte.

Kommentare:

  1. ...volltrunken ist poesie natürlich einfacher zu schlucken (wenn sich hinten alles reimt!) als prosa (da gehen ja manchmal die sätze über seiten,oh graus!);
    schnapsgespannte nervernsaiten können dann schon mal den diskurs in existentielle regionen treiben, zumal der russe gerne liest...

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  2. Die Poesie wäre zu Gast bei der Prosa? Nach allem was wir wissen, war es historisch eher umgekehrt! Und der Gast bedankt sich, indem er seinen Gastgeber ersticht? Das können nur russische Verhältnisse sein. Wir schauen voraus auf - oh! Lümpia!

    Der zweite Fall ist noch typischer slawisch - sklavisch. Das Opfer überlebte, weil es die richtige Kant-Auffassung hatte. Aber welche, wird natürlich nicht gesagt! Übrigens macht die erste russische Kant-Ausgabe (in 6 Bänden) Fortschritte. Vor 70 Jahren war Kant dort Konterbande.

    Theophil Heidenreich

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